Forschung

Hagelabwehr mit Flugzeugen wird mittlerweile wissenschaftlich erforscht. Zur optimalen Zusammenarbeit der Hagelabwehrunternehmen wurde 2011 gemeinsam unter der Schirmherrschaft der steirischen Landesregierung, Abt. Katastrophenschutz unter Hofrat Dr. Kurt Kalcher (aktuell Hofrat Mag. Harald Eitner) die HAGELABWEHRPLATTFORM gegründet. Gründungsmitglieder sind:

  • SÜDFLUG GmbH
  • steir. Hagelabwehrgenossenschaft
  • Hailair GmbH (nicht mehr aktiv)


Das Land Steiermark unterstützte bis 2025 die Hagelabwehr mit dem Betriebs des Wetterradars auf der Reicherhöhe, der Ausstattung aller Flugzeuge mit mobilen Radargeräten der TU Graz, sowie  Wetterprognosen der Geosphere Austria (ehemals ZAMG).

offizieller Bericht Land Steiermark

Forschung & wissenschaftliche Arbeiten

Einsatzleitung

Entscheidend für den Erfolg der Hagelabwehr ist perfektes Timing!  Die Einsätze der Südflug werden von Mag. Birgit Oberwalder koordiniert. Ihre jahrzehntelange Erfahrung in der Beobachtungszentrale und durch Mitflüge bei Hagelabwehreinsätzen ist ein wichtiger Baustein unseres Erfolges. Sie gibt den Piloten punktgenau die Informationen, die sie brauchen.

Wetterradar

Das Hochleistungswetterradar  auf der Reicherhöhe liefert der Einsatzleitung präzise Echtzeitdaten inkl. vertikaler Gewitterschnittanalysen. Ein von der TU Graz entwickeltes System überträgt die Radarbilder nahezu verzögerungsfrei direkt ins Cockpit. 

Forschungsarbeit

Unser langjähriger technischer Leiter und Berufspilot Dipl. Ing. Karl Schönberg forschte gemeinsam mit Professoren der TU Graz im Bereich Hagelabwehrtechnik. Die Erkenntnisse dienen als Grundlage für weitere Forschungsarbeiten der Universität und sind die Dokumentation unserer angewandten Technik.

österreichische Projektberichte

Plattform Hagelabwehr Steiermark 2021

Der Bericht (hier) dokumentiert die technisch-wissenschaftliche Begleitung der Plattform Hagelabwehr Steiermark durch die Technische Universität Graz für das Jahr 2021. Ziel war die Optimierung und wissenschaftliche Evaluierung der Hagelabwehrmaßnahmen unter Einsatz moderner Radartechnologie und Datenanalyse.  Ein Schwerpunkt lag auf der automatisierten Aktualisierung des zentralen Hageldatenarchivs mit über 1,2 Mio. Flugpositionsdaten seit 2009. Die Analyse verknüpfte Wetterprognosen, Hagelereignisse und Abwehrmaßnahmen.  Fallbeispiele belegen die gezielte Bekämpfung einzelner Hagelzellen und lassen auf eine Reduktion der kinetischen Energie – als Indikator für Schadenspotenzial – in geimpften Gebieten schließen. 

Entwicklung der Hagelabwehrmethode in der Steiermark

Im Auftrag des „Gremiums zur Beratung von Abwehrmaßnahmen gegen Hagel“ führte die Geosphere Austria (vormals ZAMG) eine systematische Untersuchung von Hagelereignissen in der Steiermark durch.

 Der Bericht (hier) dokumentiert die langfristige Erfassung und Analyse von Hagelereignissen in der Steiermark mittels eines Messnetzes von 181 Testplattenstationen. Ziel war die objektive Bewertung der Wirksamkeit von Hagelabwehrmaßnahmen. Die Auswertung zeigt Zusammenhänge zwischen Hagelhäufigkeit, Hagelenergie und Ertragsschäden und liefert eine fundierte Datengrundlage für künftige Optimierungen der Hagelabwehrstrategie.